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Frisch gebrautes Märzen-Bier als seltene Gaumenfreude

Mitglieder des „Vereins zur Förderung der fränkischen Braukultur“ brauten Bier nach einem alten ,Geheimrezept“

Der „Verein zur Förderung der fränkischen Braukultur" hat sein Sommerfest gefeiert. Hier wird gerade das verschollene Erlanger Märzen gebraut. Foto: Klaus-Dieter Schreiter. Quelle: Erlanger Nachrichten
Der „Verein zur Förderung der fränkischen Braukultur“ hat sein Sommerfest gefeiert. Hier wird gerade das verschollene Erlanger Märzen gebraut. Foto: Klaus-Dieter Schreiter. Quelle: Erlanger Nachrichten

Sie brauen „fränkisches Pale Ale“, Imperial Stout“, Urkorn Bier und sogar das verschollene Erlanger Märzen. Doch im Laden kaufen kann man diese Biere nicht. Die Mitglieder vom „Verein zur Förderung der fränkischen Braukultur“ trinken sie lieber selbst. ERLANGEN – Alljährlich treffen sich die 164 Hobbybrauer unter einem Motto zu ihrem Sommerfest. In diesem Jahr war es das gern getrunkene, aber seit 1991 nicht mehr gebraute Erlanger Märzen-Bier von Kitzmann. Darum haben sie sich auch im Hof der Kitzmann-Brauerei getroffen. Peter Kitzmann hat dafür das alte Geheimrezept ausgegraben und es den Hobbybrauern der Frauenauracher „Vierbräu“ überlassen. 60 Liter Sud hatten die im Hof angesetzt, gerührt, geläutert. Etwa drei Wochen lang wird es gelagert, dann können es die Hobbybrauer kosten. Außerdem haben acht Hobbybrauer das Märzen nach eigenem Rezept nachgebraut.

Die Ergebnisse wurden von Kitzmann, seinen Braumeistern und einigen Hobbybrauern nach mehreren Kriterien bewertet. Der Gerstensaft von Herbert Herbig aus Weisendorf wurde dabei als der Beste gekürt. „Wir wollen unser Märzen wieder haben“, war hernach nicht nur die Meinung von Bierkenner Jochen Buchelt.

Brauereichef Peter Kitzmann zögert da noch etwas, scheint aber nicht abgeneigt, das Märzen wieder aufleben zu lassen. Kds